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~ 28. März 2015 ~

Als ich klein war, fand ich Samstage immer total klasse. Ich konnte morgens so lange schlafen, wie ich wollte und abends so lange aufbleiben, bis die Entscheidung bei 'Deutschland sucht den Superstar' gefallen ist - das absolute Wochenhighlight für eine 11 Jährige.
Mit 14 oder 15 wurden die Samstage noch besser. Ich entdeckte die Welt nach 22 Uhr, bemerkte, dass Jungs gar nicht so blöd waren wie ich immer dachte und dass Alkohol eigentlich viel besser ist, als es mir meine Eltern immer erzählt haben.

Und heute? Heute verbringe ich die Samstage normalerweise mit M. und somit üblicherweise vor dem Fernseher. Nix Party, nix Alkohol. Zur Zeit finde ich das ziemlich langweilig - schon allein die Tatsache, dass ich die Abende an denen ich feiern war seit ich mit ihm zusammen bin an einer Hand abzählen kann, finde ich dezent beängstigend. Aber er ist einfach nicht der Typ dafür und um ehrlich zu sein will ich ihn auch nirgends mit hinnehmen, einfach aus dem Grund, weil ich dann treu bleiben müsste und das eine weitere Schwäche von mir ist.

Letztes Jahr im Januar hatte M. aus irgendeiner Laune heraus plötzlich mit mir Schluss gemacht, ich wäre angeblich zu anstrengend (gut, ich gebe zu, das bin ich wirklich manchmal). Natürlich war ich geschockt und für einen kurzen Moment auch verletzt, aber eigentlich fiel damit eine riesige Last von mir ab. Diese Chance musste ich natürlich nutzen und bin gleich am nächsten Tag feiern gegangen und habe glücklicherweise auch gleich jemanden kennengelernt. Gott sei dank war er betrunken, denn eigentlich spielte er absolut nicht in meiner Liga. Ich konnte mein Glück kaum fassen! Die Nacht habe ich bei ihm verbracht, dabei keinen Gedanken an M. verschwendet, sondern einfach nur meine Freiheit genossen. Am nächsten Tag, als sich seine Leber vom Vorabend erholt hatte, fand er mich plötzlich nicht mehr so toll und ich musste akzeptieren, dass das wohl eine einmalige Aktion bleiben wird.
Seitdem ist es aber schon fast Tradition, dass wir uns lieber mögen, wenn wir betrunken sind und leider sind wir das viel zu oft zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Man könnte dann fast meinen, wir wären jahrelang zusammen gewesen und würden nun der Beziehung nachtrauern. Mittlerweise weiß ich aber, dass das nicht so ist und spätestens am nächsten Morgen vorbei geht...

M. stand genau 9 Tage danach vor meiner Tür und erklärte mir, dass er den Fehler seines Lebens begangen hat. Und trotz dass ich mich in den 9 Tagen ohne ihn sehr wohl fühlte, gab ich ihm eine 2. Chance und ich verstehe bis heute nicht so wirklich warum. Denn geändert hat sich seitdem nichts.
Zur Zeit vermisse ich meine Freiheit am meisten. Ich habe das Gefühl, etwas zu verpassen mit ihm. Mein Leben mit 15 war einfach viel bunter und fröhlicher, meine Leber war noch bestens trainiert und Bekanntschaften hatte ich mehr als genug. Ich war schon damals gern verliebt und bin es heute wahrscheinlich immer noch, weil ich sonst vor Langerweile in ein tiefes Loch fallen würde. Wenn so etwas Beziehungen anrichten, dann will ich nie niemals heiraten!

In 19 Tage, wenn ich dann endlich endlich 18 werde, wird sich alles ändern. Denn dann werde ich feiern gehen und zwar ohne ihn, und dann werde ich andere Männer kennenlernen und dann werde ich betrunken sein. Ich habe keine Lust mehr, meine Jungend zu verschwenden. Denn eines Tages werde ich alt sein und zusehen, wie meine Kinder das selbe durchmachen wie ich. Und dann wird für mich das einzige Highlight der Woche wohl wieder die Entscheidung von 'Deutschland sucht den Superstar' sein, um 23 Uhr auf RTL...

~ Suri ♥